Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung der Bildungsangebote der Sternweite Akademie, die über die Verkaufsplattform Payhip geschlossen werden.
(2) Anbieter und Vertragspartner ist: Sternweite Akademie, Inhaber: Dr. Christoph Reintjes, Eltingstraße 54, 45141 Essen, E-Mail: mail@sternweite.de.
(3) Die Sternweite Akademie ist ein Einzelunternehmen; „Sternweite Akademie“ ist eine Geschäftsbezeichnung, kein Rechtsformzusatz.
(4) Abweichenden Bedingungen des Kunden wird widersprochen; sie werden nur bei ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung des Anbieters Vertragsbestandteil.
§ 2 Begriffsbestimmungen und Produktarten
(1) Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken schließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist, wer den Vertrag in Ausübung einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit schließt.
(2) Der Anbieter bietet folgende Produktarten an, die sich rechtlich unterscheiden:
Fernlehrgang— ein nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) zulassungspflichtiger und von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zugelassener Kurs mit automatisiertem Abschlusstest und einem Zertifikat mit ZFU-Zulassungsnummer.
Online-Kurs und Kompaktkurs— ein Kurs mit digitalen Lerninhalten ohne Abschlusstest. Nach Abschluss wird eine Teilnahmebescheinigung mit dem Inhalt ausgestellt, dass die Person an dem Kurs teilgenommen hat. Diese Produkte liegen bewusst außerhalb der ZFU.
Workbook / eBook— ein digitales Ausfüll- oder Leseprodukt ohne Test und ohne Bescheinigung, außerhalb der ZFU.
(3) Maßgeblich für die Einordnung ist der Zweck des Produkts, nicht sein Umfang.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Die Darstellung der Kurse auf der Landingpage und im Payhip-Shop ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Bestellung.
(2) Mit dem Absenden der Bestellung im Payhip-Checkout gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung des Anbieters bzw. der Bereitstellung des Zugangs durch Payhip zustande.
(3) Der Kunde erhält nach dem Kauf eine Bestätigung per E-Mail. Diese E-Mail ist zugleich die Vertragsbestätigung auf einem dauerhaften Datenträger. Sie enthält den Verweis auf diese AGB und die Widerrufsbelehrung.
(4) Vertragssprache ist Deutsch.
§ 4 Leistungen und Abschlussnachweise
(1) Der Leistungsumfang des jeweiligen Kurses ergibt sich aus der Kursbeschreibung zum Zeitpunkt der Bestellung.
(2) Die Abschlussnachweise unterscheiden sich je nach Produktart und dürfen nicht gleichgesetzt werden:
Der Fernlehrgang schließt mit einem automatisierten Abschlusstest ab; bei Bestehen wird ein Zertifikat mit ZFU-Zulassungsnummer ausgestellt.
Der Online-Kurs / Kompaktkurs schließt ohne Test ab; ausgestellt wird eine Teilnahmebescheinigung mit dem Inhalt „hat an dem Kurs teilgenommen“. Sie bestätigt die Teilnahme, nicht einen Lernerfolg oder eine Kompetenz.
Das Workbook / eBook enthält keinen Nachweis.
(3) Ein Anspruch auf einen bestimmten Lernerfolg oder auf die berufliche Anerkennung eines Nachweises besteht nicht.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angegebenen Preise. Die Preise sind Endpreise.
(2) Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne des § 19 UStG. Umsatzsteuer wird nicht erhoben und daher nicht gesondert ausgewiesen.
(3) Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Payhip mit den im Checkout jeweils angebotenen Zahlungsarten.
§ 6 Zugang und Verfügbarkeit
(1) Der Zugang zum gebuchten Kurs besteht zeitlich unbegrenzt, solange der jeweilige Kurs technisch angeboten wird.
(2) Der Anbieter garantiert eine Mindestzugangsdauer von 12 Monaten ab dem Kaufdatum.
(3) Stellt der Anbieter einen Kurs ein, kündigt er dies mit angemessener Frist vorab an. Innerhalb dieser Frist bleibt der Zugang bestehen, damit der Teilnehmer den Kurs abschließen und die ausdrücklich zum Download bereitgestellten Materialien (z. B. Arbeitsblätter, Workbooks, PDF-Dateien) sichern kann.
(4) Ein Anspruch auf Herausgabe, Export oder Download der vollständigen Kursinhalte (insbesondere Videos, Lektionstexte und plattformgebundene Inhalte) besteht nicht.
(5) Bereits ausgestellte Zertifikate und Teilnahmebescheinigungen bleiben von einer Einstellung unberührt, soweit der zugrunde liegende Vertrag nicht rückabgewickelt wird (§ 11).
§ 7 Widerrufsrecht
(1) Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe unserer Widerrufsbelehrung zu. Unternehmer haben kein Widerrufsrecht.
(2) Digitale Inhalte (Online-Kurs, Kompaktkurs, Workbook / eBook): Das Widerrufsrecht erlischt, wenn der Anbieter mit der Ausführung des Vertrags begonnen hat, nachdem der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und der Verbraucher seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung sein Widerrufsrecht verliert (§ 356 Abs. 5 BGB). Diese Zustimmung wird im Checkout über eine ausdrückliche Pflicht-Erklärung eingeholt.
(3) Fernlehrgang: Für den Fernlehrgang gelten die besonderen Vorschriften des FernUSG in Verbindung mit dem Widerrufsrecht für digitale Inhalte. Verlangt der Verbraucher ausdrücklich den Beginn der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist, so schuldet er bei einem Widerruf während der Ausführung Wertersatz für die bis zum Widerruf bereits erbrachte Leistung. Die Einzelheiten ergeben sich aus unserer Widerrufsbelehrung.
§ 8 Ordentliche Kündigung (nur Fernlehrgang)
(1) Bei Fernlehrgängen mit einer Lehrgangsdauer von mehr als sechs Monaten kann der Teilnehmer den Vertrag erstmals zum Ablauf des ersten Halbjahres mit einer Frist von sechs Wochen ordentlich kündigen; danach jederzeit mit einer Frist von drei Monaten.
(2) Bei Fernlehrgängen mit einer Lehrgangsdauer von bis zu sechs Monaten besteht kein darüber hinausgehendes ordentliches Kündigungsrecht.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.
(4) Für Online-Kurse, Kompaktkurse und Workbooks gilt dieser Paragraf nicht; sie sind Einmalkäufe ohne Dauerschuldverhältnis.
§ 9 Nutzungsrechte und Urheberrecht
(1) Alle Kursinhalte sind urheberrechtlich geschützt. Der Teilnehmer erhält ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht, die Inhalte ausschließlich für eigene, persönliche Zwecke zu nutzen.
(2) Die Weitergabe, Vervielfältigung, öffentliche Zugänglichmachung oder sonstige Verbreitung der Inhalte ist nicht gestattet. Zugangsdaten sind nicht an Dritte weiterzugeben.
(3) Von diesem Weitergabeverbot der Inhalte zu unterscheiden ist die zulässige Übertragung von Gutschein- und Rabattcodes nach § 11.
§ 10 Teamkauf durch Einrichtungen
(1) Einrichtungen (z. B. Praxen, Kliniken, Apotheken, Pflegeeinrichtungen) können ab einer Mindestmenge von drei Plätzen Zugänge für ihre Mitarbeitenden erwerben.
(2) Der Teamkauf besteht rechtlich aus zwei getrennten Verträgen: einem Kaufvertrag über Zugangscodes zwischen der Einrichtung und dem Anbieter (Rechnung an die Einrichtung) und je einem Lernvertrag zwischen dem Anbieter und dem einzelnen Mitarbeitenden, der erst mit der Einlösung des Codes durch den Mitarbeitenden zustande kommt.
(3) Vertragspartner des Lernvertrags ist der einzelne Mitarbeitende. Ihm stehen die Verbraucherrechte (Widerruf, Kündigung) zu; das Zertifikat bzw. die Teilnahmebescheinigung wird auf seinen Namen ausgestellt.
(4) Die Einrichtung ist Unternehmer und hat für den Kauf der Codes kein gesetzliches Widerrufsrecht. Ein Rückgabe- oder Erstattungsrecht für gekaufte Codes besteht nicht.
(5) Nicht eingelöste Codes bleiben gültig, solange der jeweilige Kurs technisch angeboten wird.
(6) Datenschutz: Der Anbieter meldet der Einrichtung keine Lern- oder Abschlussdaten der Mitarbeitenden; insbesondere erfolgt keine Mitteilung über Teilnahme, Fortschritt oder Bestehen.
§ 11 Gutschein- und Rabattcodes, Missbrauch und Rechtsvorbehalt
(1) Der Anbieter kann Gutschein- und Rabattcodes ausgeben, darunter Rabattcodes (Teilnachlass) und Team-Codes (vollständiger Nachlass). Codes sind frei übertragbar und können verschenkt oder weitergegeben werden.
(2) Die Einlösung erfolgt durch den jeweiligen Inhaber über den regulären Checkout. Mit der Einlösung schließt der Einlösende den Vertrag selbst ab und gibt die dafür erforderlichen Erklärungen, insbesondere den Widerrufsverzicht, selbst ab. Codes sind gültig, solange der jeweilige Kurs technisch angeboten wird; eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.
(3) Bei tatsächlichem Missbrauch, insbesondere unbefugter Weiterverbreitung geschützter Inhalte oder Umgehung technischer Beschränkungen, behält sich der Anbieter vor, den Zugang und das Kundenkonto zu sperren, künftige Leistungen zu verweigern und tatsächliche Rechtsverstöße mit den zulässigen zivil- und urheberrechtlichen Mitteln zu verfolgen.
(4) Wird ein Vertrag rückabgewickelt (Widerruf, Kündigung oder Rückerstattung), verliert ein bereits ausgestelltes Zertifikat oder eine Teilnahmebescheinigung seine Grundlage und wird ungültig. Die zugehörige Nachweisnummer wird im Prüfregister des Anbieters entwertet.
§ 12 Fachliche Abgrenzung
(1) Die Kurse dienen der Prävention, der Psychoedukation sowie der beruflichen Fort- und Weiterbildung.
(2) Sie ersetzen keine ärztliche, psychotherapeutische oder heilkundliche Diagnose, Behandlung oder Beratung im Einzelfall. Die Inhalte vermitteln allgemeine Zusammenhänge und keinen auf eine konkrete Person bezogenen Rat.
(3) Bei gesundheitlichen Beschwerden ist ärztlicher, apothekerlicher oder psychotherapeutischer Rat einzuholen. Die Kurse begründen keine Befugnis zur Ausübung der Heilkunde im Sinne des Heilpraktikergesetzes.
§ 13 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) und begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
(3) Eine Haftung für einen bestimmten Lernerfolg oder für die berufliche Verwertbarkeit eines Nachweises ist ausgeschlossen.
§ 14 Datenschutz
(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält unsere Datenschutzerklärung.
(2) Der Verkauf und die Zahlungsabwicklung erfolgen über den Dienstleister Payhip; hierbei werden Daten durch Payhip verarbeitet. Einzelheiten sind in unserer Datenschutzerklärung genannt.
§ 15 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der Schutz zwingender Vorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, nicht entzogen wird.
(2) Das Angebot richtet sich an Verbraucher in Deutschland und in der Europäischen Union.
(3) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Essen, soweit gesetzlich zulässig.
(4) Der Anbieter ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder verpflichtet noch bereit.
(5) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
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